Konzept zur Schuleingangsphase

Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf im Bereich Sprache sind in ihrer Kommunikation beeinträchtigt. Oft fällt es ihnen schwer, mit anderen [Personen] sprachlichen Kontakt aufzunehmen, ihre Gedanken, Wünsche und Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Die Beeinträchtigungen im sprachlichen Bereich können auch Auswirkungen auf die persönliche und soziale Entwicklung, das schulische Lernen und das individuelle Erleben haben.“

(www.bildungsportal.nrw.de Schulsystem > Schulformen > Förderschule > Förderschwerpunkte > Sprache)

1. Ausgewählte sonderpädagogische Arbeitsschwerpunkte

Im Mittelpunkt der unterrichtlichen Arbeit an unserer Schule steht eine intensive Förderung der Schülerinnen und Schüler im Bereich der sprachlichen Handlungskompetenz auf der Grundlage individueller Förderpläne.

Sprachförderung und Sprachtherapie finden als durchgängige Prinzipien in unterschiedlichen Organisationsformen statt. Förderangebote im Bereich der Bewegung, der Wahrnehmung, der Konzentration sowie der sozial-emotionalen Entwicklung werden stets mit in den Unterricht einbezogen. Darüber hinaus bestehen Förderangebote in den Lernbereichen Lesen und (Recht-)Schreiben, im Bereich der Textproduktion sowie im mathematischen Bereich.

2. Zur Organisation des Lernens

An unserer Schule wird nach den Richtlinien und Lehrplänen der Grundschule sowie den Vorgaben der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Sprache unterrichtet. Zu den wesentlichen Prinzipien der ganzheitlichen Bildungsarbeit zählen

  • die individuelle Förderung in allen Entwicklungsbereichen,

  • die Sprachförderung in Kleingruppen,

  • der therapieimmanente Unterricht und

  • eine intensive Förderung und Unterstützung der Schülerinnen und Schüler im erzieherischen Bereich.

Neben der Vermittlung der erforderlichen fachbezogenen Kenntnisse, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Werthaltungen sind damit u. a. folgende Zielsetzungen verbunden:

  • Die Schülerinnen und Schüler werden von Beginn an angeleitet, so selbstständig wie möglich zu lernen und zu arbeiten. Dazu erfolgt eine intensive Förderung im Bereich der Methodenkompetenz (z.B. Organisation des Arbeitsplatzes, Helfersysteme, Selbstkontrolle). Hierzu zählen auch die Arbeit nach Tages- und Wochenplänen, Formen der Projektarbeit und die Freie Arbeit.

  • Lernsituationen werden so gestaltet, dass die Schülerinnen und Schüler in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt werden, Freude am sprachlichen Ausdruck entwickeln und Lernerfolge erleben.

  • Die Entwicklung sozial-emotionaler Kompetenzen wird durch vielfältige Kommunikationssituationen und Hilfestellungen sowie klare Orientierungen und Strukturen im Schulvormittag und im offenen Ganztag unterstützt.

Eine abwechslungsreich gestaltete und anregende Lernumgebung unterstützt den Bildungs- und Erziehungsauftrag und erweitert Formen und Möglichkeiten des Lernens (vgl. Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen, 1. Aufl. 2008, S. 18):

  • Für die Schülerinnen und Schüler werden unterschiedliche Lernmaterialien und Arbeitshilfen, die unter Berücksichtigung von Themen- und Interessensschwerpunkten sowie unter Beachtung des individuellen Lern- und Leistungsvermögens ausgewählt werden, von der Lehrkraft bereitgestellt. Voraussetzung für die Medien- und Materialauswahl ist eine genaue Lernstandsdiagnostik, die die Grundlage der individuellen Förderplanung bildet.

  • Auf Grund des natürlichen Bewegungsdrangs der Schülerinnen und Schüler sind verlängerte Pausen- und Bewegungszeiten eingerichtet worden. „Ein ausreichendes Maß an Bewegung fördert die körperliche, kognitive, soziale und emotionale Entwicklung der Schülerinnen und Schüler“ (vgl. Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen, 1. Aufl. 2008, S. 15) und in gleichem Maße die Lernbereitschaft und Lernmotivation.

Die Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler wird durch täglich stattfindende Lernzeitstunden1 unterstützt. In den Klassen 1 und 2 erhalten die Schülerinnen und Schüler Raum und Zeit, um Kompetenzen im Bereich des selbstständigen Arbeitens zu erwerben und ihr Lernen individuell zu gestalten. Eine pädagogische Fachkraft begleitet und unterstützt den Lernprozess der Schülerinnen und Schüler in enger Absprache mit der Lehrkraft. Mit den Lernzeitstunden

  • erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit zur Entschleunigung ihres Schulvormittags und werden in ihren basalen Fähigkeiten und in den verschiedenen Wahrnehmungsbereichen individuell gezielt gefördert,

  • haben sie Zeit für die Fertigstellung von Lernaufgaben, die aus dem Unterricht erwachsen sind und wieder zu ihm zurückführen,

  • üben und festigen sie vertiefend im Unterricht erarbeitete Inhalte,

  • treiben sie ihre Lernentwicklung durch unterrichtsbegleitende Lern- und Übungsangebote individuell voran.

Weiterhin wird das Lernen der Kinder durch regelmäßige Hausaufgaben2 unterstützt,

  • wobei im ersten Schulbesuchsjahr der Schuleingangsphase zunächst nur mündliche Aufgaben zu erledigen sind. Die kontinuierliche häusliche Übung stellt eine wichtige Basis für das Lernen dar, wie zum Beispiel beim Lesen oder Kopfrechnen.

Im offenen Ganztag werden an zwei Tagen in der Woche unterrichtsbegleitende Lern- und Vertiefungsaufgaben in den Nachmittag eingebunden.

  • Im ersten Halbjahr des zweiten Schulbesuchsjahrs erhalten die Schülerinnen und Schüler auch schriftliche Hausaufgaben, die zeitnah, zumeist am darauffolgenden Tag überprüft werden.

Im zweiten Schulhalbjahr wird ein Hausaufgabenplan eingesetzt. Die Hausaufgaben sind innerhalb einer Woche zu bearbeiten und werden anschließend von der Lehrkraft überprüft.

Im offenen Ganztag besteht an drei Tagen in der Woche die Möglichkeit, im

Nachmittagsbereich an dem Hausaufgabenplan zu arbeiten.

3. Prinzipien des Anfangsunterrichts

An unserer Schule orientiert sich der Anfangsunterricht in besonderer Weise an der Lernausgangslage der Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Sprache.

3.1 Deutsch

Lernanfänger mit sprachlichen Auffälligkeiten haben meist noch keine oder eine noch nicht gefestigte „phonologische Bewusstheit“ entwickelt. Das heißt, die Kinder können ihre Aufmerksamkeit noch nicht auf den Klang eines Wortes lenken. Sie denken nur an die Bedeutung des Wortes und wissen nicht, wie man das Wort mit Hilfe von Buchstaben aufschreiben kann. Aus diesem Grund liegt der Schwerpunkt der Unterrichtsarbeit zu Beginn nicht direkt in der Auseinandersetzung mit Buchstaben, sondern in der Beschäftigung mit Reimen und auditiven Wahrnehmungsübungen (z. B. Lautdifferenzierung bzw. -lokalisation).

Von Anfang an wird auch das rhythmische Sprechen in Silben geübt, das in unserem Lese- und Schreiblehrgang eine sehr wichtige Rolle spielt. Besonders Schülerinnen und Schüler mit Wortdurchgliederungsschwächen profitieren von dieser Vorgehensweise. Im Laufe der Zeit lernen die Kinder

  • ein Wort in Silben zu klatschen und zu sprechen,

  • die Silbenanzahl eines Wortes zu bestimmen,

  • ein Wort nur durch Silbenbögen aufzuschreiben

  • einzelne Silben zu benennen und

  • Laute in Silben zu hören.

Diese Lernschritte bilden die Grundlage unseres Trainingsplanes zum Schreiben lernen.

Parallel zur Arbeit im Bereich der phonologischen Bewusstheit finden bereits Orientierungsübungen auf der, seitens der Schule, nach bestimmten sprachlichen Kriterien modifizierten Anlauttabelle statt. Daher können sich Schülerinnen und Schüler, die im Bereich der phonologischen Bewusstheit schnelle Lernfortschritte zeigen, individuell auch schon mit den Buchstaben befassen und erste Schreiberfahrungen sammeln.

Im Rahmen von „Buchstabenwochen“ wird die Entwicklung im Lesen und Schreiben dann unterstützt durch vielfältige Übungen

  • zur visuellen und auditiven Wahrnehmung

  • zur Fein- und Graphomotorik

  • zur Synthese (auch unterstützt durch den Einsatz von „Handzeichen“ für die einzelnen Buchstaben)

  • zum „angeleiteten“ Schreiben (Schreiben nach dem Trainingsplan).

3.2 Mathematik

Zum Aufbau eines mathematischen Verständnisses spielt die Sprache als „Stützfunktion der Intelligenz“ eine wichtige Rolle. Dabei ist es aber nicht nur entscheidend, dass das Kind die Zahlenreihe von 1 bis 10 beherrscht, sondern vielmehr, ob es ein korrektes Mengenverständnis entwickelt hat.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass Lernanfängern mit sprachlichen Auffälligkeiten noch vor dem Umgang mit Zahlen, wichtige Begriffe im Bereich der Pränumerik („Vorzahliger Bereich“) fehlen. Besonders Störungen auf der semantischen Sprachebene (u. a. ein eingeschränkter Wortschatz) führen zu Schwierigkeiten im Aufbau mathematischer Bedeutungen. So werden z. B. Begriffe bezüglich der Formen, Farben und Größen noch nicht beherrscht. Auch Begriffe zum Vergleich von Mengen wie „mehr“, „weniger“ und „gleich viele“ sind für die Schülerinnen und Schüler nicht ohne Weiteres abrufbar.

Störungen im Bereich der Sprachproduktion erschweren es den Lernanfängern, Erklärungen und Begründungen mathematischer Erkenntnisse oder Zusammenhänge zu formulieren. So fällt es ihnen schwer, 1zu1-Zuordnungen sprachlich zu begleiten (z. B. beim Tischdecken: für jedes Kind ein Messer, für jedes Kind ein Glas) oder das Invarianzprinzip (Grundsatz der Mengenerhaltung) sprachlich zu durchdringen und zu begründen.

Auch die Bildung einer Seriation (von kurz zu lang, von viel zu wenig) sprachlich zu erläutern, stellt eine große Herausforderung dar. Bevor sich die Lernanfänger also sprachlich mit den Zahlen und den verschiedenen Rechenoperationen auseinander setzen, wird in den ersten Wochen im Anfangsunterricht an unserer Schule im Bereich der Pränumerik gearbeitet.

Die Schülerinnen und Schüler sollen schon bei einfachen Inhalten lernen, Sprache „mathematisch“ richtig zu gebrauchen. Ist der pränumerische Bereich in der Verknüpfung von Mathematik und Sprache weitestgehend gesichert, so gelingt über die Seriation der Einstieg in die Zahlenwelt. Auch hier ist zu beachten, dass aufgrund von auditiven Diskriminationsstörungen ähnlich klingende Wörter wie „eins“, „keins“, „zwei“ oder „drei“ schnell verwechselt werden. Diese Verwechslungen können zu Schwierigkeiten in der Begriffsbildung (z. B. Mengen-/Zahlbegriff) führen.

Daher sind für die Lernanfänger eine akzentuierte Lehrersprache und eine ruhige Lernatmosphäre besonders wichtig. Damit die Schülerinnen und Schüler mathematische Inhalte besser durchdringen können, ist es im Anfangsunterricht an unserer Schule ein durchgängiges Prinzip, dass mathematische Situationen nachgespielt und mathematische Handlungen versprachlicht werden, so dass Rechengeschichten von den Kindern aktiv mit „Leben“ gefüllt werden.

4. Zur Konzeption der SchulEingangsPhase an der Franz-Joseph-Koch-Schule

4.1 Rechtliche Vorgaben und Konsequenzen

Mit dem „Ersten Gesetz zur Umsetzung der VN-Behindertenrechtskonvention in den Schulen“ (9. Schulrechtsänderungsgesetz vom 05.11.2013) erfolgte eine Änderung des § 37 zur „Schulpflicht in der Primarstufe und in der Sekundarstufe I“. Der bisherige Absatz 3, der die Schulpflicht zum Besuch der Förderschulen mit den Förderschwerpunkten Sehen, Hören und Kommunikation, Körperliche und motorische Entwicklung, Sprache sowie Geistige Entwicklung auf elf Schuljahre regelte, ist entfallen. Die in Absatz 1 beschriebene Schulpflicht gilt fortan auch für die Förderschule Sprache:

Die Schulpflicht in der Primarstufe und der Sekundarstufe I dauert zehn Schuljahre, am Gymnasium neun Schuljahre (§ 10 Abs. 3). Sie wird durch den Besuch der Grundschule und einer weiterführenden allgemein bildenden Schule erfüllt. Sie endet vorher, wenn die Schülerin oder der Schüler einen der nach dem zehnten Vollzeitschuljahr vorgesehenen Abschlüsse in weniger als zehn Schuljahren erreicht hat. Durchläuft eine Schülerin oder ein Schüler die Schuleingangsphase in drei Jahren (§ 11 Abs. 2 Satz 4), wird das dritte Jahr nicht auf die Dauer der Schulpflicht angerechnet.“ (Erstes Gesetz zur Umsetzung der VN-Behindertenrechtskonvention in den Schulen vom 05.11.2013, § 37 (1))

Im Entwurf der Verordnung zur Änderung der Ausbildungsordnung sonderpädagogische Förderung, Stand 14.01.2014, (AO-SF §8 (1)) werden die gesetzlichen Vorgaben für die Schuleingangsphase wie folgt beschrieben: „In allen Förderschulen gliedert sich der Bildungsgang in die Primarstufe und in die Sekundarstufe I. Er dauert zehn Jahre, im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung elf Jahre. Die Klassen 1 und 2 werden als Schuleingangsphase geführt. Sie können in einem Jahr, in zwei Jahren oder in drei Jahren durchlaufen werden. Die Schule entscheidet mit Zustimmung der Schulkonferenz über die Organisationsform der Schuleingangsphase.“

Im § 19 (1) wird weiter ausgeführt: „Für sonderpädagogisch geförderte Schülerinnen und Schüler gelten die Ausbildungs- und Prüfungsordnungen einschließlich der Unterrichtsfächer und der Stundentafeln der allgemeinen Schulen, soweit diese Verordnung nichts anderes bestimmt.“

Somit entfällt die bisherige „Eingangsklasse“, die Schülerinnen und Schülern mit dem Förderschwerpunkt Sprache eine fünfjährige Grundschulzeit ermöglicht hat, zum Schuljahresbeginn 2014/2015. Ab dem 01. August 2014 gelten somit die oben dargestellten gesetzlichen Grundlagen der Schuleingangsphase.

Der Entwurf der Verordnung zur Änderung der Ausbildungsordnung sonderpädagogische Förderung (AO-SF, Stand: 14.01.2014) sieht vor, dass nunmehr auch zielgleich unterrichtende Förderschulen zum Ende der Schuleingangsphase Berichtszeugnisse erstellen können. Die beschreibende Form bietet Raum für eine detaillierte Rückmeldung zur Lern- und Leistungsentwicklung des einzelnen Kindes. Dies ist auch das vorrangige und sinnvolle Anliegen der Leistungsbewertung der Schülerinnen und Schüler, die ein drittes Jahr in der Schuleingangsphase verbleiben werden.

Daher kann mit Beschluss der Schulkonferenz auf die Noten, die darüber hinaus bisher im Versetzungszeugnis in die Klasse 3 enthalten waren, aus pädagogischen Gründen verzichtet werden. (vgl. Verordnung über den Bildungsgang in der Grundschule (Ausbildungsordnung Grundschule – AO-GS), Stand 01.07.2013, § 6 (1 bis 3))

4.2 Organisatorische und inhaltliche Grundlagen

Die Schuleingangsphase an der Franz-Joseph-Koch-Schule soll in jahrgangsbezogener Form durchgeführt werden (Konferenzbeschluss der Schulkonferenz v. 02.06.2014), damit für die Schülerinnen und Schüler möglichst lange eine vertraute Lernumgebung bestehen bleiben kann.

Der Beschluss für die jahrgangsbezogene Schuleingangsphase bezieht sich zunächst auf die nächsten vier Schuljahre. Eine fortlaufende Evaluation soll notwendige Änderungen, die sich aus dem Unterrichtsalltag ergeben, ermöglichen.

Da die Schuleingangsphase in einem Jahr, in zwei oder auch in drei Jahren durchlaufen werden kann, werden Lernumgebung und -angebote entsprechend gestaltet. Die oben angeführten Organisationsformen des Lernens an unserer Schule, wie z. B. der therapieimmanente Unterricht, die Sprachtherapie, Formen der inneren und äußeren Differenzierung, Lernzeiten und die besondere Ausgestaltung der Lernumgebung gewährleisten dazu die notwendige Flexibilität.

Aufgrund der jahrelangen Erfahrung ist es wahrscheinlich, dass ein Großteil der Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Sprache drei Jahre in der Schuleingangsphase verbleiben wird, um tragfähige Grundlagen für das weitere Lernen in den Klassen 3 und 4 zu erwerben. Dies betrifft vor allem auch die Entwicklung der Schriftsprache.

In einer dreijährigen Schuleingangsphase profitieren die Schülerinnen und Schüler

  • neben der sprachlichen Förderung insbesondere von Förderangeboten in allen Entwicklungsbereichen, aber auch in den Bereichen der phonologischen Bewusstheit sowie der Pränumerik.

  • von vielfältigen Förderangeboten, die in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt wurden und auch zukünftig unter Berücksichtigung einer kontinuierlichen und intensiven inneren Differenzierung in den einzelnen Lerngruppen umgesetzt werden.

  • von einer fortlaufenden Förderdiagnostik, so dass in enger Absprache mit Eltern und Erziehungsberechtigten notwendige Fördermaßnahmen schon frühzeitig erfolgen können.

Um diese kontinuierliche Elternarbeit zu gewährleisten, sind drei Elternsprechtage im Schuljahresverlauf fest verankert und zwar in den Monaten Oktober/ November, im Januar sowie im April/Mai. Selbstverständlich sind bedarfsbezogene Beratungsgespräche nach Absprache immer möglich.

4.3 Ausgewählte Unterrichtsinhalte in den Fächern Deutsch und Mathematik

4.3.1 Erstes Schulbesuchsjahr

– Deutsch

Zeitraum

SEP in zwei Jahren

SEP in drei Jahren

4 Unterrichtswochen zu Beginn

  • Auseinandersetzung mit Inhalten der phonologischen Bewusstheit zur Vorbeugung einer Lese-Rechtschreib-Schwäche

  • Übungen zum Sprechzeichnen,

graphomotorische Übungen

  • Darbietung der Anlauttabelle und Orientierungsübungen (Zuordnung Laut-Bild)

bis zum Ende des 1. Schulbesuchsjahres

Schreib- und Leselehrgang

  • vertiefende Arbeit mit den Buchstaben und Lauten in sogenannten Buchstabenwochen (visuelle und auditive Wahrnehmungsübungen, Graphomotorik, Leseübungen)

  • Arbeit mit dem schulinternen Trainingsplan zum Schreiben

  • Erarbeitung aller Buchstaben

  • Sicherheit beim Lesen und Schreiben auf Satzebene

  • Erarbeitung ungefähr der Hälfte der Buchstaben

  • Sicherheit beim Lesen und Schreiben auf Wortebene (bzw. bei kurzen Sätzen)

– Mathematik

Zeitraum

SEP in zwei Jahren

SEP in drei Jahren

4 Unterrichtswochen zu Beginn

  • Auseinandersetzung mit pränumerischen Inhalten zur Vorbeugung einer Dyskalkulie

  • Darbietung des Zahlenraumes bis 10 (20)

=> Einbeziehung von Fingerbildern, Abzählspielen, Zahlen in Alltagssituationen, Rollenspielen

  • Beginn des Ziffernschreibkurses

bis zum Ende des 1. Schulbesuchsjahres

ZAHLEN UND OPERATIONEN

Erarbeitung des Zahlenraumes bis 20

Erarbeitung des Zahlenraumes bis 10

  • Zerlegungsübungen

  • Plus- und Minusaufgaben

  • Rechenstrategien (u.a. Tausch-, Umkehr-, Verdopplungs- und Nachbaraufgaben)

RAUM UND FORM

  • Lagebeziehungen

  • Formen und Muster

  • Figuren legen und auslegen

  • Falten und Symmetrie

weitere Inhalte:

  • Spiegeln und Geobrett

  • Körper und Formen

GRÖSSEN

  • Umgang mit Geld

weitere Inhalte:

  • Umgang mit Zeiten (Uhrzeit, Tagesablauf, Woche, Jahr)

DATEN, HÄUFIGKEITEN, WAHRSCHEINLICHKEITEN

  • Daten sammeln (Strichliste, Diagramme)

  • Kombinieren

  • Wahrscheinlichkeiten einschätzen (Glücksrad)

4.3.2 Zweites Schulbesuchsjahr

– Deutsch

SEP in zwei Jahren

SEP in drei Jahren

Schreib- und Leselehrgang

  • vertiefende Arbeit mit den Buchstaben und Lauten in sogenannten Buchstabenwochen (visuelle und auditive Wahrnehmungsübungen, Graphomotorik, Leseübungen)

  • Arbeit mit dem schulinternen Trainingsplan zum Schreiben

  • Umgang mit dem Alphabet (u. a. Arbeit mit dem Wörterbuch)

  • Festigung besonderer Buch-staben und -kombinationen

  • Auseinandersetzung mit den

Wortarten (Nomen, Verben und Adjektive)

  • erste Rechtschreibregeln (Großschreibung von Nomen, Ableitungen, Verlängerungen, Doppelkonsonanz)

  • Sicherheit beim Lesen und Schreiben auf Textebene (Satzgrenzen erkennen, Umgang mit verschiedenen Satzschlusszeichen)

  • Erarbeitung der noch ausstehenden Buchstaben

  • Sicherheit beim Lesen und Schreiben auf Satzebene

– Mathematik

SEP in zwei Jahren

SEP in drei Jahren

ZAHLEN UND OPERATIONEN

Erarbeitung des Zahlenraumes bis 100

Erarbeitung des Zahlenraumes bis 20

  • Zerlegungsübungen

  • Plus- und Minusaufgaben (Zehnerübergang in zwei Schritten,

Darstellung von Rechenwegen)

  • Rechenstrategien (u.a. Tausch-, Umkehr-, Verdopplungs- und Nachbaraufgaben)

weitere Inhalte:

  • Mal- und Geteiltaufgaben

RAUM UND FORM

  • Formen und Muster

  • Falten und Symmetrie

  • Spiegeln und Geobrett

  • Körper und Formen

GRÖSSEN

  • Umgang mit Geld

  • Umgang mit Zeiten

weitere Inhalte:

  • Längen (Meter und Zentimeter)

DATEN, HÄUFIGKEITEN, WAHRSCHEINLICHKEITEN

  • Daten sammeln (Strichlisten und Diagramme)

  • Kombinatorik

  • Wahrscheinlichkeiten (Umgang mit Begriffen: sicher, möglich, unmöglich)

1 ausführliche Informationen dazu im schuleigenen Lernzeiten- und Hausaufgabenkonzept

2 ausführliche Informationen dazu im schuleigenen Hausaufgaben- und Lernzeitenkonzept