Individuelle Förderung

Anknüpfend an die Frühförderung, die viele Schülerinnen und Schüler aufgrund ihres sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs bereits vor Schuleintritt durchlaufen haben, wird die individuelle Förderung in vielen Bereichen unseres Schullebens sowohl inhaltlich als auch organisatorisch kontinuierlich weiter verfolgt.

Die nachfolgende Übersicht gibt einen Einblick in die verschiedenen Schwerpunkte der einzelnen Bereiche, die sich im Laufe der Jahre an unserer Schule entwickelt haben und die gesamte Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler in den Blick nehmen.

1. Gestaltung des Übergangs „Elementarbereich – Schule“

  • Tag der offenen Tür (Oktober/November)
  • Schnuppertag der Lernanfänger (Juni)
  • bei Bedarf Möglichkeit der Hospitation im regulären Unterricht (z. B. bei Kindern mit Autismusspektrumsstörung)
  • Einzeltermine zur Beratung mit Rundgang durch die Schule
  • Einschulungsgottesdienst und -feier

2. Förderpläne

Erstellung

  • zu Beginn
    • in Anlehnung an die Ergebnisse der AO-SF-Gutachten
    • im Hinblick auf die Kompetenzen des Schulfähigkeitsprofils
  • im Laufe der Zeit
    • im Hinblick auf das Arbeits- und Sozialverhalten,

die Kompetenzerwartungen in den Fächern Mathematik und Deutsch und den sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf

  • in Zusammenarbeit mit Förderlehrern und pädagogischen Fachkräften
  • unter Hinzunahme von Intelligenz- und Entwicklungstests

Transparenz für Eltern und Schüler

  • Lernbegleitung und Beratung
    • in Gesprächen
    • durch gemeinsame Vereinbarung von Zielen
    • durch Einbeziehung der Selbsteinschätzung

Fortschreibung

  • halbjährlich

Austauschmöglichkeiten der an der Förderung Beteiligten

  • in Teamsitzungen der Jahrgangsstufe
  • in kurzen Gesprächen vor und nach einer Fördereinheit
  • in Jahrgangsstufenkonferenzen

Konsequenzen aus Förderdiagnostik

  • Nutzung diverser Maßnahmen zur inneren und äußeren Differenzierung
  • Entscheidung über Bildungsgänge (unter Einbeziehung von Intelligenz- und Entwicklungstests)
  • Entscheidung über Förderortwechsel (Wechsel zur Grundschule oder einer anderen Förderschule)
  • Entscheidung über Aufhebung der sonderpädagogischen Förderung
  • Empfehlungen für außerschulische Maßnahmen

3. Förderkonzepte bezüglich unseres Schultypus

  • Lernzeiten- und Hausaufgabenkonzept

Sprachförderung in Kleingruppen während der Lernzeiten im Vormittagsbereich

  • Rechtschreibkonzept (inklusive Förderung der phonologischen Bewusstheit; Schwerpunkt „Selbstkontrolle“)
  • unterrichtsbegleitende und besondere Maßnahmen der Leseförderung

4. Förderkonzepte/Fördermaßnahmen in anderen Bereichen

  • Entwicklung verschiedener Wahrnehmungsbereiche, z. B. durch
    • die besondere Gestaltung der Schuleingangsphase (s. Konzept)
    • das Lernzeitenkonzept
  • motorische Entwicklung
    • Durchführung von mehreren Bewegungstagen im Schuljahr
    • jährliches Spiel- und Sportfest
    • Sportförderunterricht (wenn personell im Stundenplan möglich)
    • Konzept zur Mobilitätserziehung vielfältige Bewegungserfahrungen mit unterschiedlichen Fahrzeugen
  • Kompetenzen im Bereich Mathematik
    • Förderung der pränumerischen Kompetenzen
    • Sachrechenkonzept (Schwerpunkt „Selbstgesteuertes Lernen“)
  • Soziale/emotionale Kompetenzen
    • Soziales Lernen: So…Fit! (s. Konzept)
    • Arbeit mit Schulbegleitern
    • Zusammenarbeit mit Familienhilfe, Heilpädagogischer Tagesgruppe etc.
  • kulturelle Bildung
    • Konzept für den Religionsunterricht
    • Besuche außerschulischer Lernorte (z. B. Sauerlandmuseum, Stadtbücherei)
    • Teilnahme am Projekt „Kultur und Schule“

5. Organisationsformen

  • im Bereich Selbstorganisation und Selbststeuerung im Lernen
    • Arbeit mit Wochenplänen, Lerntheken, Freiarbeitsmaterial …
    • Hausaufgabenpläne
  • im Bereich der Lernorganisation
    • differenzierte Lernmaterialien
    • Arbeitsformen und Maßnahmen der inneren Differenzierung (u.a. Reduzierung der Aufgabenmenge, Berücksichtigung des persönlichen Lerntempos, Bewegungs- und Entspannungspausen im Unterricht)
    • ergänzende Formen der äußeren Differenzierung
      • Förderung nach Bedarf, z. B. aufgrund von Fehltagen, besonderen inhaltlichen Schwerpunkten …
      • Bildung fester Lerngruppen nach Leistungsvermögen (z. B. Teilgruppen oder auch Umstrukturierung von Lerngruppen)
      • Teilnahme von Schülerinnen und Schülern am Unterricht unterer oder höherer Jahrgänge in einzelnen Fächern
  • im Bereich des Ganztages
    • enge Zusammenarbeit von Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften
    • Betreuung der Lernzeiten im Vormittagsbereich durch PFK
    • Hospitation von pädagogischen Fachkräften im Unterricht
    • Übernahme von Stunden im Nachmittagsbereich durch Lehrkräfte im Rahmen der Vertiefungs- und Hausaufgabenzeiten
    • enge Verknüpfung von Inhalten im Vor- und Nachmittagsbereich
    • Sozialtraining mit aufeinander aufbauenden Inhalten je nach Alter und Bedarf der Kinder

6. Gestaltung des Übergangs „Primarstufe – Sekundarstufe I“

  • Informationsabend für Eltern über weiterführende Schulen und zur Wahl des Förderortes (Einladung auch für Eltern der Jahrgangsstufe 3)
  • Hinweis über Informationstage an weiterführenden Schule schon in Jgst. 3
  • erstmalig im Frühjahr 2016 Kooperation mit Mitarbeiterinnen der Caritas zur Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler – emotional und sozial – im Hinblick auf den Schulwechsel
  • am Nachmittag Durchführung von „Fit4the5“ im Rahmen des Sozialtrainings
  • Hospitationen von Lehrkräften
  • Verabschiedung der Viertklässler im Ganztag
  • Vorbereitung und Durchführung einer Abschiedsfeier durch die Jahrgangsstufe 4
  • Weitergabe relevanter Informationen (z. B. Förderpläne) an die aufnehmenden Schulen
  • Nachfrage zu den Herbstferien bei den weiterführenden Schulen nach Eingewöhnung und Entwicklung sowie möglichen Schwierigkeiten
  • Teilnahme der ehemal. KlassenlehrerInnen an den Erprobungsstufenkonferenzen

Stand: August 2016