Verkehrs- und Mobilitätserziehung

Konzept zur Verkehrs- und Mobilitätserziehung an der Franz-Joseph-Koch-Schule

RdlErl. D. Ministerium für Schule und Weiterbildung vom 14.12.2009

In allen Schulformen ist die Verkehrs- und Mobilitätserziehung Teil des Bildungs- und Erziehungsauftrages. Sie leistet Beiträge zur Sicherheits-, Sozial-, Umwelt- und Gesundheitserziehung. Dabei sollen Kompetenzen gefördert werden, die eine reflektierende und verantwortliche Teilnahme am Straßenverkehr sicherstellen.

Die Verkehrserziehung findet in allen Jahrgängen und über den Fachunterricht hinaus statt. In enger Zusammenarbeit mit der Polizei wird durchgängig in allen Jahrgängen die Verkehrserziehung praxisnah und konkret vermittelt. Neben der Kooperation mit der Polizei ist eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern wichtig. Bei der Einschulung erhalten sie Informationen über einen sicheren Schulweg, zum richtigen Verhalten am und im Bus und welche Fähigkeiten Kinder mitbringen müssen, um am Straßenverkehr teilnehmen zu können.

Im ersten Schulbesuchsjahr erhalten die Kinder einen Überblick über das Schulgelände und die Schulumgebung. Es werden grundlegende Kenntnisse über das richtige Verhalten als Fußgänger im Straßenverkehr eingeübt und erprobt. Da auch die psychomotorische Entwicklung bei der sicheren Teilnahme am Verkehr eine wichtige Rolle spielt, wird die Verkehrs- und Mobilitätserziehung auch im Sportunterricht berücksichtigt. Hier können die Schülerinnen und Schüler, je nach individueller Voraussetzung, in der Turnhalle mit verschiedenen Fahrzeugen (Pedalos, Tretrollern) ihr Gleichgewicht schulen.

Um das richtige Verhalten im Straßenverkehr zu üben, können die Kinder am Ende des ersten Schulbesuchsjahres einen Fußgängerführerschein erwerben. Es finden weitere Übungen in der Turnhalle und auf dem Schulgelände statt, die unter Anwendung verschiedener Fahrzeuge nun auch das Anpassungs- und Reaktionsvermögen schulen. Neben dem Erlernen der Verkehrszeichen erfolgt in Klasse S2 der sichere Umgang mit den schuleigenen Fahrrädern auf dem Schulgelände. Gleichzeitig werden die erlernten Verkehrszeichen in praxisnahen Situationen genutzt.

Schwerpunkt im dritten und vierten Schuljahr ist das Verhalten als Radfahrer. Das Radfahrtraining wird in Klasse 3 intensiviert, so dass die Kinder auch Sicherheit in unebenem Gelände erwerben. Dabei lernen sie mögliche Gefahren einzuschätzen und reaktionsnah und richtig zu handeln. Das „verkehrssichere Fahrrad“ ist eines der Haupthemen in Klasse 4. Dazu gehört auch das Tragen eines Fahrradhelmes. Sind die Schülerinnen und Schüler sicher im Umgang mit dem Rad, erfolgt die Radfahrprüfung in Kooperation mit der Polizei und den Eltern.

Die Mitwirkung der Eltern ist besonders wichtig, da sie als Vorbilder im Alltag die Hauptverantwortung tragen. Deshalb erfolgt zu Beginn der Klasse 4 ein Informationsabend, um den Eltern Ziele, Organisation und Inhalte des Radfahrtrainings aufzuzeigen.

Kinder, die in der OGS betreut werden, haben zusätzlich die Möglichkeit im Nachmittagsbereich, die Fahrzeuge unter pädagogischer Anleitung zu nutzen.

 

Verkehrs- und Mobilitätserziehung im ersten Schulbesuchsjahr

(ca. 20 Unterrichtsstunden)

Mai/Juni/Juli

  • Elterninformation zur Einschulung
  • als Fußgänger den richtigen Weg nehmen
  • Busfahren: Gefahren von der Haustür bis zum Bus

August

September

  • Verhalten am und im Bus, Busregeln der Schule
  • Ausgabe der Mobilitätsfibel und Leuchtwesten
  • Schulweg: praktische Übungen im Zusammenarbeit mit der Polizei (4 U-Stunden)
  • Überqueren der Fahrbahn an ungesicherten Stellen und an Fußgängerüberwegen
  • richtiger Umgang mit Lichtzeichenanlagen (z.B. Druckamplen)
  • Regeln im Straßenverkehr
  • Umgebung erkunden und erschließen, sich orientieren und den Schulweg beschreiben (2 U-Stunden)
  • Räume (Klasse u. Schulgebäude) kennen und sich dort orientieren

Oktober

November

  • Sicherheit in der Dunkelheit (4 U-Stunden)
  • Unterrichtsgang in Zusammenarbeit mit der Polizei
  • helle vs. dunkle Kleidung: Sensibilisierung

 

Dezember

Januar

Februar

März

April

  • Seh-, Hör und Gleichgewichtsschulung (6 – 8 U-Stunden)
  • Diagnostik Material =>Velofit Handbuch
  • Übungen zur Bewegungs- und Sinnesschulung mit dem Rollbrett, Pedalos oder Tretrollern in der Turnhalle

Mai

Juni

  • Evtl. Fußgängerführerschein (6 U-Stunden)

 

Verkehrs- und Mobilitätserziehung in der S2/S3

(10 Unterrichtsstunden)

August

September

  • Fahrrad- / Tretrollertraining im Schonraum (6 U-Stunden)
  • Auf dem Übungsplatz (verkehrssicheres Aufsteigen/Absteigen, Bremsen, langsames Fahren, Anfahren)
  • Verkehrszeichen
  • Busregeln wiederholen
Oktober

November

  • Sicherheit in der Dunkelheit (4 U-Stunden)
  • Unterrichtsgang in Zusammenarbeit mit der Polizei
  • helle vs. dunkle Kleidung: Sensibilisierung
  • Sehen und gesehen werden
Januar

Februar

März

  • Bewegungs-, Wahrnehmungs-, Anpassungs- und Reaktionsvermögensschulung (4 U-Stunden)
  • Übungen zur Bewegungs- und Sinnesschulung mit dem Rollbrett, Pedalos oder Tretrollern in der Turnhalle

 

Mai

Juni

  • Zeichnen und beschreiben des Schulweges mit Hilfe markanter Punkte
  • Was sehe ich auf meinem Schulweg?

Verkehrs- und Mobilitätserziehung 3. Klasse

(10 Unterrichtsstunden)

August

September

  • Radfahrtraining im Schonraum (6 U-Stunden)
  • Auf dem Übungsplatz (verkehrssicheres Aufsteigen/Absteigen, Bremsen, langsames Fahren, Anfahren, über Hindernisse fahren )
  • Verkehrszeichen
  • Verkehrszeichen nutzen
  • Vorfahrtsregeln kennen lernen
  • Busregeln wiederholen
Oktober

November

  • Sicherheit in der Dunkelheit (2 U-Stunden)
  • Sehen und gesehen werden
Januar

Februar

März

  • Bewegungs-, Wahrnehmungs-, Anpassungs- und Reaktionsvermögensschulung (4 U-Stunden)
  • Schwerpunkt: Orientierung im Raum, mehrere Handlungen gleichzeitig ausführen
  • Übungen zur Bewegungs- und Sinnesschulung mit dem Rollbrett, Pedalos oder Tretrollern in der Turnhalle
Mai

Juni

  • Radfahrtraining im Schonraum (6 U-Stunden)
  • Auf dem Übungsplatz (verkehrssicheres Aufsteigen/Absteigen, Bremsen, langsames Fahren, am Berg anfahren, über Hindernisse fahren )
  • Verkehrszeichen
  • Verkehrszeichen nutzen
  • Vorfahrtsregeln kennen lernen

Verkehrs- und Mobilitätserziehung 4. Klasse

(20 Uunterrichtsstunden)

August

September

Der zuständige Polizeibeamte nimmt Kontakt mit der Schule auf, um Termine für die Radfahrprüfung zu vereinbaren.
Oktober

November

Dezember

Januar

Februar

März

April

Januar

Februar

März

April

Vorbereitung auf die Radfahrausbildung, indem verschiedene Verkehrsschilder erarbeitet werden. Hierzu kann man insbesondere die Schilder in der Turnhalle verwenden. Übungen zum Handzeichen geben (rechts und links), Übungen mit dem Fahrrad auf dem Platz zwischen der Franz-Joseph-Koch-Schule und dem Gebäude der Caritas, um mit einer Hand zu fahren, Fahrradparcour aufbauen und das Fahren mit und um Hindernisse einüben; Vertiefung mit den Materialien der Verkehrswacht (Begleitheft muss jetzt selbst angeschafft werden); insbesondere Kreuzungsregeln und die Abbiegesituationen, Nutzung der Begleitmaterialien der Polizei

Sobald der Termin für die Elternpflegschaftsitzung bekannt ist, wird der zuständige Polizeibeamte dazu eingeladen. Zeitgleich können die Übungshefte bestellt werden, pro Heft 2,60 € und Übungsbogen je 0,49€ (siehe Anlage). Kosten werden von der Schule übernommen.

Im Februar kommt Herr Jürgens zur Elternpflegschaftssitzung und informiert die Eltern über den Ablauf der Radfahrprüfung. Es müssen sich mindestens 6 Eltern bereit erklären, die einwöchige Radfahrprüfung zu begleiten.

In Kooperation mit der Feuerwehr Arnsberg wird den Schülerinnen und Schülern die Gefahr des „Toten Winkels“ in anschaulicher Weise demonstriert.

Mai Im Mai oder Juni findet dann die eigentliche Radfahrausbildung in Begleitung des Polizeibeamten statt. Hier werden 4 – 5 Vormittage in der Zeit von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr (2 Gruppen) für das richtige Verkehrsverhalten im Straßenverkehr genutzt und am letzten Tag die Prüfung durchgeführt. Es sollten möglichst die eigenen Fahrräder der Schülerinnen und Schüler benutzt werden. Diese sollten vorher gemeinsam mit den Eltern kontrolliert werden.